Walter Zürcher – „Menschen im Tschad“

Menschen im Tschad

 

In der engen schweizerischen Bergwelt aufgewachsen, wurde ich seit je angezogen von der Weite. Diese fand ich als Funkoffizier zur See auf Handelsschiffen. Ich befuhr viele Weltmeere und schrieb später vier Bücher über die Geschichte der schweizerischen Hochseeschifffahrt. 2010 erhielt ich eine Einladung der Assemblées Chrétiennes au Tchad (ACT) für einen mehrwöchigen Aufenthalt im Süden des Tschad. Diesen Aufenthalt wollte ich dazu nutzen, meine persönlichen Erfahrungen mit den westlich geprägten Vorstellungen von Afrika zu vergleichen, obschon ich bereits in früheren Jahren einige afrikanische Länder besucht hatte.

 

Der Tschad ist eines der weltweit ärmsten und gefährlichsten Länder. Fotografieren ist nur mit einer amtlichen Fotoerlaubnis gestattet. Doch das Umsetzen dieser Vorschrift ist in der Praxis eigentlich unmöglich. Ich wohnte auf einer Missionsstation in Koyom (Sahelzone). Hier erlaubten mir die Dorfbewohner und zum Teil auch Nomaden immer wieder, Situationen bildlich festzuhalten, zum Beispiel Operationen im dortigen Spital.

 

Die Dokumentarbilder geben Einblicke in das Selbstvertrauen, das Lebensgefühl und den Alltag der Menschen in ihrem Dorf. Die Bildgeschichten wurden bisher noch nie öffentlich gezeigt.

Als Kamera dienten mir damals eine Nikon D90 mit verschiedenen Objektiven sowie eine Kompaktkamera Fujfilm FinePix 200EXR.